Tian’anmen-Platz (天安門廣場 / 天安门广场)

Der Tian’anmen-Platz oder Platz (am Tor) des Himmlischen Friedens (天安門廣場 / 天安门广场) – und wir mittendrin! Wahnsinn!

Unsere Dolmetscher hatten den Zeitablauf so gelegt, dass wir zur täglichen, feierliche Flaggenzeremonie auf dem Platz waren. Gar nicht so einfach pünktlich zu sein – die Sicherheitsvorkehrungen sind extrem und der Andrang an Besuchern riesig.

Der Platz wird mit seinen ca. 40 ha Fläche oft als größter befestigter Platz der Welt bezeichnet. Egal, beeindruckend ist er in jedem Fall! Vor allem, wenn es wie bei uns von einem Gewitter und Regen begleitet wird (siehe Video weiter unten).

FAZIT: Ein bewegender Platz – vor allem auch wegen seiner jüngsten Vergangenheit. Man müsste mehr Zeit haben …

Gewitter auf dem Tian’anmen-Platz, Blick auf das Haupttor der Inneren Stadt

Mutianyu Great Wall – Große Mauer bei Mutianyu (慕田峪长城)

Umgeben von dichten Wäldern und sanften Hügeln gilt Mutianyu als einer der landschaftlich schönsten Abschnitte der Mauer. Im Frühling blühen die Berge, im Herbst färben sich die Blätter leuchtend rot – uns präsentiert sich die Große Mauer allerdings im leichten Nebel.

Die Große Mauer bei Mutianyu (慕田峪长城) ist wohl einer der am besten erhaltenen und beliebtesten Abschnitte der Chinesischen Mauer. Sie liegt im Bezirk Huairou, etwa 70 km nordöstlich von Peking. Die Zahl der Menschen bestätigt diese Angabe. Einen halben Tag für An- und Abreise sollte man einplanen – der Verkehr in Peking ist unglaublich anstrengend.

Ursprünglich während der Nördlichen Qi-Dynastie (550–577) erbaut, wurde sie in der Ming-Dynastie (1368–1644) erneuert und verstärkt – kann man nachlesen ;-). Mutianyu umfasst 22 Wachtürme auf einem ca. 2,5 km langen Abschnitt. Vorsicht! Zum Teil sehr stark ansteigende Treppen! Anders als viele andere Teile der Großen Mauer besitzt sie innen- und außenliegende Zinnen, sodass Verteidiger wohl auf beiden Seiten kämpfen konnten. Aber so richtig kenne ich mich da nicht aus …

Zugfahren wie ich es nicht mehr kenne …

Am Freitag war es soweit, mit dem Zug ging es ca. 2 Stunden nach Peking! Vorweg: Die Chinesen haben es zu einem Erlebnis werden lassen. Mit der ihnen scheinbar eigenen Art: Pünktlich, organisiert und ohne Hektik konnten wir den gebuchten Zug besteigen und schon ging es mit 303 km/h Richtung Bejing. Und ohne Sitzplatzreservierung kann man ohnehin nicht mitfahren. Stehen, wie im ICE von Berlin nach Leipzig, so wie ich es kenne – keine Chance.

Und ja, natürlich kam der Zug auf die Minute pünktlich an – das scheint niemanden zu wundern. Und natürlich konnte man Trinken und Essen für (europäische Verhältnisse) günstig im Zug kaufen. Das die Züge sauber und bequem sind – geschenkt. Das man Zugfahrkarten ohnehin nur in der App kaufen kann … ohne Worte. Dafür kommt man als Ausländer ohne Pass in China allerdings nirgendwo hin. Ich habe nicht gezählt, wie oft ich ihn scannen oder zeigen musste.

U-Bahn fahren in Peking

Gespannt war ich auch auf die U-Bahn in Peking. Ich vermute durch die Olympischen Sommerspiel 2008 und die Winterspiele 2022 ist das U-Bahn Netz super ausgebaut worden. Wir konnten uns leicht zurechtfinden – in Peking ist alles auch in englisch benannt. Ticketkauf ebenfalls kein Problem … einfach eine Peking-Karte mit Guthaben kaufen und los gehts! Inklusive spannender Begegnungen – siehe Bild mit meiner Hand.

U-Bahnfahren ist eine echte Alternative zum irren Verkehr in Peking – aber dazu mehr in meinem Post zur “Chinesischen Mauer” … Dranbleiben!

Die Zukunft kommt aus China?

Bezahlen mit der Hand? Biometrisch sozusagen? Wie soll das denn gehen 😉 – Datenschutz und so. In China läuft es wie folgt, WeChat herunterladen, Chinesische SIM-Karte mit Telefonnummer besorgen, Zahlungsdaten hinterlegen (zur Verifizierung benötigt man die Telefonnummer), Handfläche scannen und speichern lassen …

Und schon kann man im Kiosk mit seiner Hand bezahlen – ganz ohne technische Geräte. Habe ich mir nicht ausgedacht. Paul zeigt es im Video am Beispiel einer Wasserflasche, die er sich gekauft hat.

Mhhhmmm – bin mittlerweile ein wenig ratlos. Kann es sein, dass wir den Anschluß verlieren?

Eine Hand kauft eine Flasche Wasser in einem Imbiss / Kiosk

Leben auf dem Campus des Xingtai Polytechnic College

Wir sind angekommen! Der Hochschul-Alltag hat uns erreicht – von 8 Uhr bis 16:00 Uhr unterrichten wir nun Seminargruppen mit ausschliesslich chinesischen Studenten. Die Gruppen sind zwischen 40 und 60 Studenten groß, jeder von uns hat einen Übersetzer an seiner Seite. Die Übersetzer studieren fast alle in Deutschland und sind so auch fachlich fit für die Vorlesungen …

Große Freude bei den chinesischen Studenten kann man mit “Galgenraten” – natürlich nur deutsche Wörter und Begriffe – auslösen. Die Studenten sind mit Spaß dabei und lernen so etwas über unser deutsches System und natürlich unsere Sprache.

Viele Studenten leben auf dem Campus und werden dort in zahlreichen Mensen versorgt. Interessanterweise kommen trotzdem immer wieder Lieferdienste, die das fertige Essen einfach an den Zaun des College hängen … von dort holen es die Studenten ab.


Der kleine, süße Robo könnte mir mein Leben in der Mensa sicher einfacher machen, ich habe nur noch nicht die Spracheinstellungen gefunden 😉 …


Peking wir kommen!

Am Wochenende sind wir nach Peking eingeladen – mit 300 km/h geht es in ca. 2h mit dem Zug von Xingtai nach Pegking (China Railways G-Class). Ich werde berichten … die Chinesische Mauer und die Verbotene Stadt als Ziele sind jedenfalls gesetzt.

Herzlich willkommen in China

Nach 10 Stunden Flug begrüßt uns China mit einem Sonnenaufgang! Beeindruckend wie ruhig das Ankommen in einer solchen Metropole ist – immerhin über 20 Millionen leben laut destatis.de hier.
Vielleicht liegt es aber auch nur an der Zeit: 7 Uhr morgens Peking – Mitternacht in Leipzig. Von hier aus geht es mit dem Bus noch ca. 4 Stunden nach Xingtai – dem Ziel der Reise.

Es ist alles ein wenig größer …

Xingtai - 11 größte Stadt in China

Quer durch Peking gehts über die Schnellstraße G45 nach Xingtai. Ich bekomme einen ersten Eindruck von der Größe der Städte und des Landes. Die Entfernungen und Dimensionen sind einfach andere – ich bin auf die nächsten Tage sehr gespannt!


Schlafen nicht möglich …

Nach der Anreise und den vielen neuen Eindrücken ist an Schlaf für mich nicht zu denken. Ich freue mich, dass die Hochschule uns eine Mitarbeiterin geschickt hat, mit der wir die ersten Eindrücke von Xingtai bekommen können. Da wir uns selbst versorgen müssen, geht es erst einmal einkaufen. Ich denke aber in den kommenden Tagen werden wir eher in den Mensen essen gehen. Deshalb begrenzt sich der Einkauf auf ein wenig frisches Obst und Tsingtao – chinesisches Bier. Dazu etwas vegetarisches aus der Garküche, die hier im Supermarkt frisch kocht.

Genug Text – jetzt freut euch auf die ersten Bilder vom anderen Ende der Welt.

Bleibt stabil!

China – here we come!

We’re getting ready! I’ve had my name translated ;-): 斯文-贾尼 …

We will start on 5 September and stay in China for four weeks. Let`s go!

A first impression: