Chinesische Taxi-Alternative DiDi …

Während wir in Deutschland irgendwie zwischen dem Streit über Uber und diversen Taxi-Genossenschaften zerrieben werden, zeigt China auch hier wie es gehen kann. Um von A nach B zu kommen braucht man nur eine einzige APP – DiDi China aus dem App-Store. Dort wähle ich ob ich mit einem DiDi oder einem Taxi fahren möchte. Ich markiere kurz meinen Standort und gebe das Ziel an. Dann noch, ob ich Economy, Standard, Taxi oder Priority … möchte.

TIPP: Mit DiDis lernt man neue Automarken kennen … ;-), wie Hongqi (红旗übersetzt “Rote Fahne”, älteste Automarke Chinas), Geely, Roewe, Haval, BYD, BJEV, Chery, Lynk & Co, Aixiom, GEOME, JETOUR, FENCON … Liste wird ergänzt!

Ich bekomme sofort eine Bestätigung, dass ein DiDi-Fahrer die Tour angenommen hat. Name, Kennzeichen und Bild des Fahrers wird mir in der APP angezeigt – und wieviele Touren er schon gemacht hat. Einer unserer Fahrer hatte über 2.800 Touren in der DiDi-App stehen! Angezeigt wird noch wann er voraussichtlich bei mir ist, sowie die Route die er nehmen wird. Damit steht auch die vorraussichtliche Fahrzeit fest, Staus werden berücksichtigt.

Jetzt heißt es am Straßenrand warten … Ach so, ja bezahlen? Das macht die DiDi-App nach der Buchung im Hintergrund mit den hinterlegten Zahlungsdaten – keine Wechselgeld-Suche im Taxi oder Kreditkarten-HickHack. Bleibt nur am Ziel aussteigen und Xièxiè (Danke) zu sagen.

Bleibt noch die integrierte Übersetzungsfunktion Englisch – Chinesisch zu erwähnen. Wer Englisch kann, hat kein Problem mit dem Fahrer zu sprechen. Er tippt alles auf Chinesisch ein und es wird in Englisch ausgegeben. Umgekehrt genauso …

Ich bin verwirrt, warum es woanders so einfach sein kann … was es gekostet hat? Etwas mehr als 50 Cent für eine halbe Stunde Fahrt. Von Null auf Hundert in nicht mal 5 Sekunden mit einem BYD gibts kostenfrei obendrauf.

PS: Wenn die Fahrt kürzer war, als ursprünglich gedacht, gibt es Cent-Beträge zurück aufs WeChat-Konto.


Die DiDi-App steuert alles - Route, Bezahlung usw.
Die DiDi-App steuert alles – Buchung, Route, Bezahlung usw.

Luxus gefällig?

Wenn man Luxus auswählt, lässt sich auch ein Maybach wählen … und Wünsche wählen.

Bildrechte: @Paul

Spitzname: „Vogelnest“ – das Nationalstadion Peking (北京国家体育场)

Eröffnet für die Olympischen Sommerspiele 2008 (Eröffnungs- und Abschlussfeier, Leichtathletik, Fußball-Finale) und auch für die Olympischen Winterspielen 2022 als Veranstaltungsort genutzt. 2027 soll auch die Leichtatletik WM hier stattfinden.

Ursprünglich konnte das Stadion einmal 91.000 Zuschauer aufnehmen – jetzt sind es noch ca. 80.000. Ich konnte leider nicht herausfinden, warum …

Das Design erinnert an ein Vogelnest, das Schutz und Geborgenheit symbolisieren soll. Für 100 Yuan kann man auf dem Dach einer Tour folgen, auf der die tollen Bilder auf Peking entstanden sind.

Für mich bis jetzt eines der Highlights auf der Reise … warum, seht ihr im Video unten. Wir hatten mit dem Wetter natürlich auch viel Glück ….


Fakten zum Vogelnest

  • Name: Nationalstadion Peking (北京国家体育场)
  • Spitzname: „Vogelnest“ wegen der markanten, verschlungenen Stahlkonstruktion
  • Architekten: Herzog & de Meuron (Schweiz), Künstler Ai Weiwei war als Berater beteiligt
  • Bauzeit: 2003–2008
  • Kapazität: ca. 80.000 Zuschauer (ursprünglich ca. 91.000)
  • Kosten: rund 325 Millionen Euro

Blick vom Nationalstadion Peking (Nest)

Blick vom Nationalstadion Peking

Tian’anmen-Platz (天安門廣場 / 天安门广场)

Der Tian’anmen-Platz oder Platz (am Tor) des Himmlischen Friedens (天安門廣場 / 天安门广场) – und wir mittendrin! Wahnsinn!

Unsere Dolmetscher hatten den Zeitablauf so gelegt, dass wir zur täglichen, feierliche Flaggenzeremonie auf dem Platz waren. Gar nicht so einfach pünktlich zu sein – die Sicherheitsvorkehrungen sind extrem und der Andrang an Besuchern riesig.

Der Platz wird mit seinen ca. 40 ha Fläche oft als größter befestigter Platz der Welt bezeichnet. Egal, beeindruckend ist er in jedem Fall! Vor allem, wenn es wie bei uns von einem Gewitter und Regen begleitet wird (siehe Video weiter unten).

FAZIT: Ein bewegender Platz – vor allem auch wegen seiner jüngsten Vergangenheit. Man müsste mehr Zeit haben …

Gewitter auf dem Tian’anmen-Platz, Blick auf das Haupttor der Inneren Stadt

Mutianyu Great Wall – Große Mauer bei Mutianyu (慕田峪长城)

Umgeben von dichten Wäldern und sanften Hügeln gilt Mutianyu als einer der landschaftlich schönsten Abschnitte der Mauer. Im Frühling blühen die Berge, im Herbst färben sich die Blätter leuchtend rot – uns präsentiert sich die Große Mauer allerdings im leichten Nebel.

Die Große Mauer bei Mutianyu (慕田峪长城) ist wohl einer der am besten erhaltenen und beliebtesten Abschnitte der Chinesischen Mauer. Sie liegt im Bezirk Huairou, etwa 70 km nordöstlich von Peking. Die Zahl der Menschen bestätigt diese Angabe. Einen halben Tag für An- und Abreise sollte man einplanen – der Verkehr in Peking ist unglaublich anstrengend.

Ursprünglich während der Nördlichen Qi-Dynastie (550–577) erbaut, wurde sie in der Ming-Dynastie (1368–1644) erneuert und verstärkt – kann man nachlesen ;-). Mutianyu umfasst 22 Wachtürme auf einem ca. 2,5 km langen Abschnitt. Vorsicht! Zum Teil sehr stark ansteigende Treppen! Anders als viele andere Teile der Großen Mauer besitzt sie innen- und außenliegende Zinnen, sodass Verteidiger wohl auf beiden Seiten kämpfen konnten. Aber so richtig kenne ich mich da nicht aus …

Zugfahren wie ich es nicht mehr kenne …

Am Freitag war es soweit, mit dem Zug ging es ca. 2 Stunden nach Peking! Vorweg: Die Chinesen haben es zu einem Erlebnis werden lassen. Mit der ihnen scheinbar eigenen Art: Pünktlich, organisiert und ohne Hektik konnten wir den gebuchten Zug besteigen und schon ging es mit 303 km/h Richtung Bejing. Und ohne Sitzplatzreservierung kann man ohnehin nicht mitfahren. Stehen, wie im ICE von Berlin nach Leipzig, so wie ich es kenne – keine Chance.

Und ja, natürlich kam der Zug auf die Minute pünktlich an – das scheint niemanden zu wundern. Und natürlich konnte man Trinken und Essen für (europäische Verhältnisse) günstig im Zug kaufen. Das die Züge sauber und bequem sind – geschenkt. Das man Zugfahrkarten ohnehin nur in der App kaufen kann … ohne Worte. Dafür kommt man als Ausländer ohne Pass in China allerdings nirgendwo hin. Ich habe nicht gezählt, wie oft ich ihn scannen oder zeigen musste.

U-Bahn fahren in Peking

Gespannt war ich auch auf die U-Bahn in Peking. Ich vermute durch die Olympischen Sommerspiel 2008 und die Winterspiele 2022 ist das U-Bahn Netz super ausgebaut worden. Wir konnten uns leicht zurechtfinden – in Peking ist alles auch in englisch benannt. Ticketkauf ebenfalls kein Problem … einfach eine Peking-Karte mit Guthaben kaufen und los gehts! Inklusive spannender Begegnungen – siehe Bild mit meiner Hand.

U-Bahnfahren ist eine echte Alternative zum irren Verkehr in Peking – aber dazu mehr in meinem Post zur “Chinesischen Mauer” … Dranbleiben!

Die Zukunft kommt aus China?

Bezahlen mit der Hand? Biometrisch sozusagen? Wie soll das denn gehen 😉 – Datenschutz und so. In China läuft es wie folgt, WeChat herunterladen, Chinesische SIM-Karte mit Telefonnummer besorgen, Zahlungsdaten hinterlegen (zur Verifizierung benötigt man die Telefonnummer), Handfläche scannen und speichern lassen …

Und schon kann man im Kiosk mit seiner Hand bezahlen – ganz ohne technische Geräte. Habe ich mir nicht ausgedacht. Paul zeigt es im Video am Beispiel einer Wasserflasche, die er sich gekauft hat.

Mhhhmmm – bin mittlerweile ein wenig ratlos. Kann es sein, dass wir den Anschluß verlieren?

Eine Hand kauft eine Flasche Wasser in einem Imbiss / Kiosk

Leben auf dem Campus des Xingtai Polytechnic College

Wir sind angekommen! Der Hochschul-Alltag hat uns erreicht – von 8 Uhr bis 16:00 Uhr unterrichten wir nun Seminargruppen mit ausschliesslich chinesischen Studenten. Die Gruppen sind zwischen 40 und 60 Studenten groß, jeder von uns hat einen Übersetzer an seiner Seite. Die Übersetzer studieren fast alle in Deutschland und sind so auch fachlich fit für die Vorlesungen …

Große Freude bei den chinesischen Studenten kann man mit “Galgenraten” – natürlich nur deutsche Wörter und Begriffe – auslösen. Die Studenten sind mit Spaß dabei und lernen so etwas über unser deutsches System und natürlich unsere Sprache.

Viele Studenten leben auf dem Campus und werden dort in zahlreichen Mensen versorgt. Interessanterweise kommen trotzdem immer wieder Lieferdienste, die das fertige Essen einfach an den Zaun des College hängen … von dort holen es die Studenten ab.


Der kleine, süße Robo könnte mir mein Leben in der Mensa sicher einfacher machen, ich habe nur noch nicht die Spracheinstellungen gefunden 😉 …


Peking wir kommen!

Am Wochenende sind wir nach Peking eingeladen – mit 300 km/h geht es in ca. 2h mit dem Zug von Xingtai nach Pegking (China Railways G-Class). Ich werde berichten … die Chinesische Mauer und die Verbotene Stadt als Ziele sind jedenfalls gesetzt.

Herzlich willkommen in China

Nach 10 Stunden Flug begrüßt uns China mit einem Sonnenaufgang! Beeindruckend wie ruhig das Ankommen in einer solchen Metropole ist – immerhin über 20 Millionen leben laut destatis.de hier.
Vielleicht liegt es aber auch nur an der Zeit: 7 Uhr morgens Peking – Mitternacht in Leipzig. Von hier aus geht es mit dem Bus noch ca. 4 Stunden nach Xingtai – dem Ziel der Reise.

Es ist alles ein wenig größer …

Xingtai - 11 größte Stadt in China

Quer durch Peking gehts über die Schnellstraße G45 nach Xingtai. Ich bekomme einen ersten Eindruck von der Größe der Städte und des Landes. Die Entfernungen und Dimensionen sind einfach andere – ich bin auf die nächsten Tage sehr gespannt!


Schlafen nicht möglich …

Nach der Anreise und den vielen neuen Eindrücken ist an Schlaf für mich nicht zu denken. Ich freue mich, dass die Hochschule uns eine Mitarbeiterin geschickt hat, mit der wir die ersten Eindrücke von Xingtai bekommen können. Da wir uns selbst versorgen müssen, geht es erst einmal einkaufen. Ich denke aber in den kommenden Tagen werden wir eher in den Mensen essen gehen. Deshalb begrenzt sich der Einkauf auf ein wenig frisches Obst und Tsingtao – chinesisches Bier. Dazu etwas vegetarisches aus der Garküche, die hier im Supermarkt frisch kocht.

Genug Text – jetzt freut euch auf die ersten Bilder vom anderen Ende der Welt.

Bleibt stabil!

China – here we come!

We’re getting ready! I’ve had my name translated ;-): 斯文-贾尼 …

We will start on 5 September and stay in China for four weeks. Let`s go!

A first impression:

Fish without chips

Who doesn’t now “fish and chips”, the legendary British food. We tried to made it and here is the recipe and the method.

Ingredients:

  • 200g of plain flour
  • 150ml of lager beer
  • 150ml of ale
  • 5g salt
  • 5g pepper
  • 5g of mild curry powder

Method:

  • buying the right fish 😉 – ensure that the fish has no scales when you bying it
  • stir the flour, salt, pepper, curry
  • stir the beer in and mix to a thin dough
  • now fry the fish
  • eat the meal with Mayonnaise if you like it …